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Projekt folgt auf Projekt


Der Countdown läuft: Bremen bereitet sich auf die Premiere der ersten Breakbulk in der Hansestadt vor, dem Branchentreffpunkt der weltweiten Schwergut- und Projektladungsexperten. Mit der Weser-Metropole haben die Organisatoren sowie Gastgeber bremenports natürlich einen ausgesprochen traditionsreichen und branchenrelevanten Standort für die geplante Veranstaltung ausgewählt.

Wie in den Vorjahren auch, verspricht diese allen mehr als 10.000 erwarteten Besuchern aus mehr als 100 Ländern drei abwechslungsreiche und insbesondere informative Tage in der zentral gelegenen ÖVB-Arena. Mit den Vertretern aus dem Industrie- und Transportbereich wird den Besuchern so zwischen dem 29. und dem 31. Mai ein mehr als umfassendes Know-how zur Verfügung stehen, auch für die größten Logistikprojekte passende Kontakte anzubahnen. Einmal mehr werden dabei insbesondere multimodale Lösungen zum Zuge kommen, erfordern doch die weltweiten Vorhaben einen Transport auf und über mehrere Verkehrsträger. 

Zu den Besonderheiten der anstehenden Breakbulk 2018 in Bremen wird sicherlich auch der sogenannte Education Day am 30. Mai zählen. Mit Prof. Dr. Thomas Pawlik haben die Veranstalter einen anerkannten Logistikexperten für die Durchführung des Rahmenprogramms gewinnen können, das neben ausgesuchten Vorträgen aus der Welt der Projektlogistik insbesondere auch eine Plattform für das Knüpfen neuer Kontakte zwischen Unternehmen und Nachwuchskräften darstellt. Der Education Day soll dabei überwiegend Studenten aus dem maritimen Bereich ansprechen, die (noch) auf der Suche nach einem ausgesprochen interessanten Schwerpunkt der zukünftigen Berufstätigkeit sind.

Zu den beiden grundsätzlichen Schwerpunkten einer jeden Breakbulk zählt neben den Workshops und Vorträgen auch die begleitende Ausstellung branchenrelevanter Unternehmen. Für Bremen erwarten die Veranstalter dazu rund 460 Aussteller, die übrigens durch mehr als 500 sogenannte VIP-Shipper der Unternehmen ergänzt werden sollen. Der Konferenzteil gliedert sich in die Workshops, Vortragsreihen sowie das Breakbulk Knowledge Theatre. Letzteres versteht sich als Informationsplattform von Herstellern, Dienstleistern und Betreibern, auf der sowohl technische Neuheiten als auch Erfahrungen zwischen den unterschiedlichen Teilnehmern vorgestellt und diskutiert werden. Hier soll sich dann beispielsweise ganz aktuell eine Gesprächsrunde mit Herausforderungen übergroßer Ladung und deren Transport zwischen Europa und der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten beschäftigen.

BIGMOVE. Mit dem Transport von drei Fernwärmekesseln für ein Heizkraftwerk in Bochum hat BigMove erneut die eigene Kompetenz im Bereich Schwerlastlogistik in die Waagschale geworfen. In nur 16 Tagen wurden die Einheiten mit einem Gewicht von jeweils 100 t aus dem mittelfränkischen Gunzenhausen ins Ruhrgebiet transportiert. Die rund 500 km lange Strecke wurde im Wechsel mit Spezialfahrzeugen und per Binnenschiff bewältigt. Die große Herausforderung dabei: die Verladung der schweren Behälter auf die unterschiedlichen Verkehrsträger. So wurden die zylindrischen Kessel vom Bosch-Werk in Gunzenhausen zunächst per Schwerlast-Lkw zum Binnenhafen Nürnberg-Roth gebracht. Dort wurden sie unter Einsatz eines 500-t-Telekrans auf ein Binnenschiff verladen. Über den Main- Donau-Kanal, den Main, den Rhein und den Rhein-Herne- Kanal ging es dann nach Dortmund. Erst nachdem eine passende Umschlagstelle für Schwergut gefunden worden war, konnte die schwere Fracht per Straßentransport zum Zielort nach Bochum gebracht werden. Wegen der Abmessungen und des Gewichts der Wärmekessel wurden auf der Strecke Ampelanlagen und Verkehrszeichen demontiert. Aufgrund der örtlichen Situation des neuen Heizkraftwerks konnten die Kessel nicht direkt angeliefert werden. Deshalb erfolgte der Transport auf den letzten beiden Kilometern mit kleineren Spezialfahrzeugen. Die Entladung übernahm auch hier wieder ein 500-t-Telekran. Mithilfe von Spezialequipment wurden die drei Wärmekessel schließlich auf das Fundament geschoben. „Das Besondere an diesem Auftrag war, die Kombination der einzelnen Verkehrsträger zu koordinieren“, erklärt Olaf Beckedorf, Vorstandsvorsitzender der BigMove AG. „Insbesondere die örtlichen Gegebenheiten haben eine eingehende Planung des Transports verlangt.“ BigMove hat aufgrund seines Netzwerks die Voraussetzungen hierfür geschaffen und seine Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Am Standort des Energieversorgers unique Wärme auf dem Gelände der Ruhr-Universität Bochum werden die drei neuen Kessel künftig den Campus und einen Teil des südlichen Stadtgebiets mit Fernwärme versorgen.

SAL HEAVY LIFT. Die auf Schwergut und Projektladung spezialisierte Reederei SAL Heavy Lift, Hamburg, hat einen neuen Linienverkehr aufgenommen, der West-, Süd- und Ostafrika mit Nordeuropa, dem Arabischen Golf und dem Indischen Subkontinent verbindet. SAL Heavy Lift reagiert damit nach eigener Aussage auf den sich stark entwickelnden Markt in den Bereichen Öl und Gas sowie Raffinerie- und Transportinfrastruktur, insbesondere in Westafrika. SAL Heavy Lift will seinen Kunden auf der Route um das Kap der Guten Hoffnung mindestens zwei Abfahrten pro Monat in jeder Richtung anbieten. Zudem besteht die Möglichkeit nach zusätzlichen Anläufen in Nord-/Südamerika oder Australien. SAL betrachtet den neuen Afrika-Service als logische Erweiterung seines bestehenden Liniendienstes zwischen Nordeuropa und Fernost (via Suez), der den Kunden seit über 35 Jahren entsprechende Transportdienstleistungen bietet. Jürgen Kuntz, Head of Africa Chartering Desk bei SAL, zum erweiterten Programm: „SAL ist für starke, zuverlässige und effektive Transportlösungen bekannt. Wir verfügen über umfangreiches Know-how im afrikanischen Markt und haben hervorragende Partner auf dem gesamten Kontinent. Wir hoffen, mit unserem neuen Service darauf aufbauen zu können; nicht nur mit Seetransportleistungen, sondern auch durch logistische Dienste und technischen Vor-Ort-Support sowie die Beratung durch unser Schwesterunternehmen SAL Engineering.“

GOLDHOFER. Seit vielen Jahren ist die thailändische Silamas Group ganz offensichtlich ein Aushängeschild für den erfolgreichen Einsatz von Goldhofer-Modulen auf dem asiatischen Kontinent. Nun wird das bereits vorhandene Fahrzeugkontingent seit Januar 2018 noch einmal mächtig aufgestockt. Hocherfreut zeigt sich denn auch Jean-Philippe Martin, Sales Manager Asien bei Goldhofer, über die neue Rekordorder aus Fernost: „Silamas hat über 150 THP/SL-L-Achslinien bestellt, die wir gerade mit Hochdruck fertigen, um eine termingerechte Auslieferung zu gewährleisten. Dieser in der Goldhofer-Geschichte einmalige Großauftrag ist ein Riesenkompliment für unsere Produkte. Insgesamt verfügt Silamas dann über 550 Goldhofer-Achslinien in seinem Fuhrpark.“ Nach Aussage von Silamas-Geschäftsführer Chompoo Glinpu liegen die Hauptgründe für die Aufstockung des eigenen Fuhrparks vor allem in der guten Marktlage sowie in den neuen Auflagen der thailändischen Straßenverkehrsordnung begründet. Künftig wird hier die maximal erlaubte Anzahl an Achslinien pro Transport reduziert. Um den Schwerlasttransportbedarf seiner Kunden trotzdem flächendeckend bedienen zu können, wird Silamas daher in Zukunft die Transportlasten auf mehrere Fahrzeuge verteilen. Glinpu: „Mit Goldhofer verbindet uns eine seit vielen Jahren erfolgreiche Partnerschaft. Die Module haben ihre Zuverlässigkeit bereits bei unzähligen Transporteinsätzen mehr als bewiesen. Gerade die THP/SL-L bringen optimale Eigenschaften für Straßentransporte mit und werden uns dank ihres optimalen Nutzlast-Achslast-Verhältnisses bei der Einhaltung der neuen Regularien bestens unterstützen.“

PEWAG. Gleich zu Jahresbeginn konnte Kettenspezialist Pewag eine Erweiterung des eigenen Programms an Hilfsmitteln vermelden. So hat der Anschlagpunkt PLDW pewag winner profilift delta die notwendige Erstmusterprüfung der PLDW M72 und M80 Ende 2017 erfolgreich und damit positiv abgeschlossen. Der PLDW ist ein Anschlagpunkt mit Kugellager, der sich auch unter Last drehen lässt sowie ein sicheres Heben von Gütern erlaubt. Der PLDW M80 weist eine Tragfähigkeit von 60 t auf und verfügt selbst über ein Eigengewicht von 30 kg.

PANALPINA. Erneut hat die Projektladungsabteilung von Panalpina, Panalpina Energy and Project Solutions, erfolgreich einen komplexen Frachtauftrag abwickeln können, der insbesondere den Transport von Großkomponenten für eine Fliesenfertigung in Brasilien beinhaltete. So meisterten die Schwergutexperten einen Transport bzw. die Montage einer hydraulischen SACMI-Imola-PH-7500-Presse, die vom italienischen Genua über den südbrasilianischen Hafen Paranaguá an den zukünftigen Aufstellungsort Tijucas (Santa Catarina) befördert werden musste. Die größte Komponente des ersten Tür-zu-Tür-Auftrags bestand aus einer Hauptbaugruppe mit 120 t Stückgewicht und den Maßen 7,63 x 3,89 x 2,59 m, während die „kleinere“ Einheit mit ihren 3,17 x 2,66 x 0,90 m immer noch 56 t auf die Waage brachte. Und obwohl die Transportstücke eine mehrere tausend Kilometer fassende Transportstrecke absolvieren mussten, stellten nach Aussage von Anderson Antonio von Panalpina insbesondere die letzten Meter innerhalb der bestehenden Fabrikanlage in Tijucas die größte Herausforderung des Transports und der Installation dar.

VTG AG. Im Auftrag der Windhoff Bahn- und Anlagentechnik GmbH transportierte der Fachbereich Projektlogistik der VTG Rail Logistics schon Ende vergangenen Jahres für das Eisenbahnunternehmen Bane NOR insgesamt 21 Schienenservicefahrzeuge nach Hokksund in Norwegen. Die Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht von jeweils 42,5 t und den Abmessungen von 14,25 m Länge, 3,27 m Breite sowie 4,41 m Höhe werden zunächst von Rheine per Bahn nach Cuxhaven gebracht. Von dort werden sie mit der Fähre ins norwegische Kristiansand transportiert und dann weiter via Bahn zum Ziel Hokksund. Vor Ort werden sie unter anderem zum Bau und zur Instandhaltung von Gleisanlagen eingesetzt. Bis Mitte 2018 organisieren die Projektlogistiker der VTG die Transporte nach Norwegen und bringen im Austausch auch einige Schienenfahrzeuge wieder zurück ins Werk nach Rheine.

HANSA HEAVY LIFT. Nicht weniger als 65.480 m3 Raum beanspruchte eine komplette Ladeeinheit für Massengut, die die Hamburger Schwergutreederei Hansa Heavy Lift im Auftrag von Logistiker Manora kürzlich vom belgischen Antwerpen ins angolanische Namibe transportierte. So war mehr der umbaute Raum eine Herausforderung für das entsprechende Schiff, die HHL Valparadiso, als die Masse der Ladestation mit lediglich 513 bzw. 320 t für den ergänzenden Schaufelradlader. Entsprechend vormontiert, konnte die schienengebundene bzw. mit einem Raupenfahrwerk versehene Ladevorrichtung mitsamt des ergänzenden Zubehörs im Hafen von Namibe direkt aus dem Laderaum der Valparadiso unmittelbar am zukünftigen Einsatzort entladen werden. Nicht weiter verwunderlich, dass einmal mehr das Aufnehmen und Löschen der Anlage ein ausgeklügeltes Engineering seitens der Schwergutexperten erforderte. „Zweifelsohne war es für unsere Fachleute eine echte Herausforderung, in Abstimmung mit dem Kunden alle Puzzleteile des gesamten Transports exakt zu planen und so am Ende auch einen sicheren und reibungslosen Job abzuliefern“, erklärte auch Bozidar Ukas, Head of Offshore, Engineering Department bei Hansa Heavy Lift. „Angesichts der Länge des Absetzerbands von 63,50 m und weiteren 57 m der Ladestation kam es beim Laden bzw. Löschen der Einheit fast auf jeden Zentimeter an. Da war auch beim Durchschwenken zwischen unseren Schiffskranen viel Feingefühl gefragt. Beim Umschlag zugute gekommen sind uns dabei tatsächlich auch die Gegengewichte der Anlage, die jedoch aus Sicherheitsgründen für die eigentliche Überfahrt demontiert wurden“, ergänzt Ukas. Übrigens wurde die Fracht angesichts des langen Seeweges umfangreich gesichert, was im Übrigen auch für das Schiff während der eigentlichen Ladevorgänge zutraf.


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