• Foto: Liebherr

Ein Ausflug in die Berge


Krangeschichte oder eher doch was für den Schwerlastbereich? Der spektakuläre Einsatz eines HS 8130 HD im Tessin zeigt einmal mehr das Zusammenwirken von Hebe- und Schwerlasttechnik auf.


So galt es, einen HS 8130 HD von Liebherr für Baggerarbeiten auf dem Lago di Luzzone im schweizerischen Tessin zum eigentlichen Einsatzort zu befördern. Leichter gesagt als getan. Denn selbst in die wichtigsten Hauptkomponenten zerlegt, bedeutete insbesondere der Transport des Grundgeräts für den Eigentümer der Maschine, S.E Levage aus dem französischen Sallenoves, immer noch eine echte Herausforderung. So galt es, nicht nur Tunnel mit ausgesprochen schmalen Lichtraumprofilen zu passieren, sondern auch die Staumauer des Lago di Luzzone, auf der der Seilbagger zum Einsatz kommen sollte. 

Benötigt wurde der HS 8130 HD aus Nenzing, weil sich im Bereich der Kraftwerksanlagen am Grund des bis zu 200 m tiefen Sees zu viel Sediment angesammelte hatte, das einen einwandfreien Betrieb der Kraftwerkstation Olivone nicht mehr zuließ. Also fasste man den Plan, den künstlichen See im Tessin bis auf ein Minimum abzulassen, um dann mithilfe eines Pontons und eines darauf stationierten Seilbaggers das überschüssige Gesteinsmaterial auszubaggern. Nachdem man den Bagger im Juli vergangenen Jahres installiert hatte, gehen die derzeitigen Planungen davon aus, dass wohl zwei Sommer notwendig sein werden, das überschüssige Sediment aus dem Lago di Luzzone zu entfernen.

Bis jedoch der Seilbagger die Ladung Steine an die Oberfläche befördern konnte, standen dem Einsatz alpentypische Herausforderungen im Wege. So bot die Transportstrecke für den abgerüsteten, rund 51 t schweren HS 8130 HD neben zahlreichen Haarnadelkurven auch eine ständige Steinschlaggefahr und die Durchquerung von zwei Tunnelanlagen, in denen teilweise nur noch wenige Zentimeter Luft zwischen dem 3,50 m breiten Grundgerät und Felswand verblieben. Und da der erste Tieflader eine zu große Gesamthöhe des Gespanns ergeben hätte, wurde die Maschine kurz vorher nochmals auf einen flacheren Tieflader umgeladen. Absolutes Highlight für alle Beteiligten war natürlich das Passieren des 225-m-Damms, der im Jahr 1963 errichtet wurde und dessen Krone auf immerhin 1609 m über NN liegt. Anschließend erfolgte am Ufer des Stausees die Montage des Seilbaggers und des notwendigen Pontons, um dann beide komplettierten Einheiten erfolgreich auf dem Lago di Luzzone zu wassern und mit den Baggerarbeiten mit dem extragroßen Negrini-Zweischalenprüfer für maximale Arbeitstiefen vor malerischer Kulisse beginnen zu können.


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